Juli 21, 2026

BR Faktenfuchs Daten zeigen: die Sommer werden heißer

Der Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks kommt in einer Analyse zu den Temperaturen im Sommer zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Sommer in Bayern sind nicht einfach „wie früher“, sondern messbar heißer geworden. Entscheidend sind dabei nicht einzelne warme Tage oder herausgegriffene Extremjahre, sondern die langfristigen Messreihen.


Ein Hitzetag ist laut Deutschem Wetterdienst ein Tag mit mindestens 30 Grad Höchsttemperatur. Genau diese Hitzetage haben in Bayern deutlich zugenommen. Von 1951 bis 1999 gab es im bayernweiten Durchschnitt nur fünf Jahre mit zehn oder mehr Hitzetagen. Von 2000 bis 2025 waren es dagegen bereits elf Jahre, obwohl dieser Zeitraum nur rund halb so lang ist. Besonders heiß waren unter anderem 2015 mit 25,6 Hitzetagen, 2003 mit 24,3 und 2018 mit 18,1.


Auch Tropennächte nehmen zu. Das sind Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt. In Bayern stieg der Durchschnitt von 0,025 Tropennächten pro Jahr in der Periode 1961 bis 1990 auf 0,2 in der Periode 1991 bis 2020. Besonders in Städten macht sich das bemerkbar, weil sich Asphalt, Beton und Gebäude tagsüber aufheizen und die Wärme nachts langsamer abgeben.


Der zentrale Punkt des BR Faktenfuchs lautet deshalb, dass es einzelne heiße Sommer früher auch gab, jedoch nehmen die Häufigkeit, Intensität und Dauer von Hitzeereignissen zu. Der Klimawandel ist also längst in Bayern angekommen.

Zum Artikel und den Daten des BR Faktenfuchs.

Daniela Ködderitzsch

Daniela Ködderitzsch

Daniela ist unsere Kommunikationsexpertin und mit allen Medien wohl vertraut. Sie findet immer die richtigen Worte und informiert das Team und unsere Partner über alle Neuheiten und Informatives bei T.Werk.